Pink \'n\' Purple

Verzehrte Wahrnehmung......

                                                      ...ein Spiegel der Seele

 

 

 

1.      Kapitel: Der Spiegel

 

„ Ein Mädchen mit dicken Oberschenkeln, einem hervorquelenden Bauch aber doch mit schönen Schlüsselbeinknochen“, das war es was Lynn Antonius sah, wenn sie sich im Spiegel betrachtete. Was davon Wirklichkeit war und was nicht, war wiederrum eine andere Frage. Der normale Bürger würde sie eher als sehr dürr bezeichnen und der Mediziner als anorektisch.

Aber was sagt das schon aus, es geht hier schließlich um ein Mädchen namens Lynn Antonius die 17 Jahre alt ist und ein Problem mit ihrem Körper hat.  Sie wohnt in einem Kleinen Dorf in Niedersachsen, ist eine mittelmäßige Schülerin, die aber trotzdem ihr Abitur auf dem Gymnasium machen möchte. Gerade sind die Sommerferien vorbei und sie betritt zum ersten Mal den Bereich der Oberstufe und ist aufgeregt. Natürlich hat sie sich vorgenommen, ab jetzt ganz stark zu lernen, um ihr Abitur zu schaffen.

Wenn sie nicht gerade bis 17 Uhr in der Schule ist und lernen muss, liebt sie den Sport und verbringt viel Zeit am Computer, wenn auch manchmal zu viel Zeit. Natürlich hat sie Freunde sogar viele, Lynn geht mir ihnen schwimmen, ins Kino oder macht einfach nur Party. Meist mit viel Alkohol.

Das Familienleben war sehr harmonisch, doch seit der 10. Klasse hat sich auch das gelegt. Momentan streiten sich ihre Eltern ständig um belanglose Dinge, die dann in einer großen Katastrophe enden. Sie findet das ihre Mutter schuld ist, doch ob das so stimmt? Durch den Stress zu hause, leiden die Noten und auch das Selbstbewusstsein.

Wenn man Lynn so sieht ist sie eher unscheinbar, trägt eher lässige Kleidung in dezenten Farben. Kennt man sie besser ist sie ein liebenswürdiger Mensch mit vielen Stimmungsschwankungen. Sie steht morgens mit dir auf und liebt dich, kommt mittags wieder und hasst dich und abends weint sie, weil sie dich mittags gehasst hat. Um das Ganze mal in einem Satz zu beschreiben.

 

Über genau dieses Mädchen und ihr Leben wird dieses Buch berichten, es basiert teils auf wahren Begebenheiten und teils sind Dinge dazu erfunden. Es soll um Anorexie, die Pro- Ana Welt im Internet und um das normale Chaos einer 17 Jährigen gehen. Zum teil soll es schockieren und aufrütteln, zum anderen Ansporn zum abnehmen sein und zu guter letzt einfach eine Erzählung über eine 17- Jährige sein. Viel Spaß.

 

 

 

 

 

 

2.       Kapitel: Das Spiegelbild

 

„ Ein Mädchen mit dicken Oberschenkeln, einem hervorquellenden Bauch aber doch mit schönen Schlüsselbeinknochen, das bin ich“ denkt sich Lynn als sie wie jeden morgen vor dem Spiegel in ihrem Zimmer steht. Es ist jeden morgen dass selbe Ritual, aufstehen, ausziehen, Waage und ab zum Zimmerspiegel um zu schauen ob das was sie sieht mit der Waage übereinstimmt. Direkt neben ihrem Zimmer ist das Bad, so kann sie vollkommen unbemerkt auf die Waage hüpfen und wieder in ihr Zimmer zurück huschen.

Heute ist Montag der 1. Juni, das Mädchen ist wie jeden morgen um 6.00 Uhr aufgestanden und hat sich auf die Waage gestellt. Es waren 45.4 Kg bei 1.60 Meter. „Das Gewicht stoniert, leider, aber besser als zugenommen“, denkt sie sich. Nun muss sie noch vor den Spiegel, „ ja zugenommen nicht und eigentlich bin ich ja so ganz okey“ aber dann meldet sich die Stimme im Kopf „okey? Du fette Kuh, okey? Nein heute wirst du NICHTS essen“. Das ist Ana, ihre vermeindliche Freundin, im Kopf.

Jetzt muss sie sich aber beeilen, schnell anziehen, die weiten Baggy`s , das rote Top und noch ein paar Ketten und Armbänder umgehängt. Zu essen gibt es nichts, sie ist ja zu fett. Zum Bus wird gejoggt, das verbrennt Kalorien.

Nun warten auf Lynn noch 10 Stunden Schule, danach muss sie Hausaufgaben machen und lernen um ihre Zulassung zur 12. Klasse zubekommen. Am Anfang der 11. War sie total motiviert, mal was neues im alten Schultrott, aber nach dem ersten Halbjahr hat es sich als purer Stress herausgestellt. Punkte, immer nur Punkte Hauptsache gute Noten. Man muss funktionieren, das ist das System dieser Gesellschaft, egal wie. Zuerst hatte sie sich etwas schleifen lassen, dem entsprechend war dann auch das Halbjahreszeugnis, ein Durchschnitt von 3.4 , dass war ja nicht  berauschend. Von da an wollte sie sich anstrengen, aber von Tag zu Tag wurde ihre Konzentration immer weniger. Genau deswegen muss sie jetzt gute Noten schreiben um versetzt zu werden. Das war das Ziel.

 

In der Schule angekommen, beginnt die erste Stunde mit Mathe, ihr Hassfach. Mathe war schon immer ihr schlechtestes Fach gewesen, schon in der Grundschule. Nun hatte sie auch noch einen ganz trockenen Lehrer Mr. G nannte man ihn nur. Warum G. weiß Lynn auch nicht, ist eben so Tradition. Nachdem sie die Mathematikstunde mit Kalorien zählen des vergangenen Tages verbracht hatte, kamen noch zwei Stunden Deutsch, eine Stunde frei, Englisch, Französisch, zwei Stunden Biologie und zwei Stunden Geschichte. Das einzige Interessante an diesem Tag waren dann Biologie und Geschichte gewesen, denn für Politik und Naturwissenschaft interessiert sie sich sehr.

Jedes andere Mädchen würde sich jetzt freuen nach hause zu kommen, doch Lynn nicht. Sie wusste nicht ob sich ihre Eltern schon wieder streiten, außerdem wartete dort das Thema essen auf sie.

Den ganzen Tag hatte sie es ohne geschafft, sogar die Mittagspause, da gab es nur einen Kaffee. Aber jetzt knurrte ihr Magen so sehr, dass das niemand überhören konnte. Meistens war sie so um 18. Uhr zuhause. Heute auch, und zu ihrer Überraschung war es sogar ruhig. Ihr Vater Rudolf saß auf dem Sofa und las die Zeitung, aber nein ihre Mutter Andrea machte essen. „Shit“ murmelte Lynn vor sich hin, „wieso muss sie denn was machen, so eine scheiße!“. Sie verzog sich nach einem kurzen „Tag“, auf ihr Zimmer um sich schnell auszuziehen und auf die Waage zustellen. Da stand 45,00 Kg. Na gut, jetzt begann die Rechnerei. Wenn Lynn jetzt etwas aß, was sie musste sonst gab `s Ärger, dann wog sie eventuell 45,4 beim schlafen gehen. Über die Nacht nahm man etwa 400 Gramm ab, ja okey, dann war sie morgen bei 45,00 Kg das war doch was. Also durfte sie sich etwas zu essen leisten.

Trotz dieser Berechnungen, konnte Lynn aber nicht ohne schlechtes Gewissen essen. Als sie zum Abendessen gerufen wurde, saß sie vor dem Teller und stocherte herum. Natürlich bemerkte sie die Blicke ihrer Eltern, und begann dann auch die Hälfte des Tellers zu essen, die andere Hälfte ließ sie liegen. Es gab kurze Bemerkungen, ob sie denn keinen Hunger habe und das ein Mensch von so wenig doch nicht satt sein kann. Doch Lynn antwortet nicht und ihre Eltern gaben es auf.

 Nachdem diese gesagt hatten, sie wollten noch ein Bier trinken gehen, machte Lynn sich an die Hausaufgaben. „ Also, was steht denn in meinem Hausaufgabenheft. Mathe, oh Gott keine Lust das kann ich eh nicht. Deutsch das Buch lesen und in Französisch die eine Aufgaben fertig machen.“ Das erwartete sie heute Abend. An Mathe ist sie fast verzweifelt, bis ihr eine Freundin einen Tipp über ICQ gegeben hat. Deutsch hat sie nicht gelesen dafür war keine Zeit mehr und Französisch hat sie brav gemacht.

Nun folgte das all abendliche fernsehen in ihrem Zimmer und das Sporteln davor. Um noch etwas nachzuhelfen, was das Gewicht anging, machte das Mädchen jeden Abend Sport vorm TV. Meistens sowas wie Seilspringen, Sit- Ups oder Liegestütze.

Hatte sie das alles erledigt ging es zurück ins Bad, ein letzter Waagen- check, 45,2 Kg, das war akzeptabel, sie würde mindestens 200 Gramm abnehmen bis morgen früh.

 

Dienstag 2. Juni, 6.00 Uhr der Wecker Klingelt. Aufstehen, ausziehen, ins Bad gehen, auf die Waage stellen. 45.00Kg, minus 400 Gramm zu gestern. TOP!

„ Hmm ich habe noch Zeit und vor den Spiegel brauche ich mich nicht zu stellen heute, da habe ich keine Lust drauf. Also? Na ein bisschen Seilspringen kurbelt den Kreislauf an“. Gesagt, getan, so machte Lynn noch vor der Schule ihre erste Sporteinheit, denn morgen wollte sie die 44,X auf der Waage sehen. Ihre Laune war super, denn diese war Gewichtsabhängig. Wie diese Zahl auf diesem Elektro-ding doch ihr Leben steuerte.

Wieder ein 10 Stunden Tag in der Schule, heute war sogar Schulsport. Die Tage liefen eigentlich immer gleich ab. Vormittags Schule. Um 14.00 Uhr war Mittagspause. Heute war es ein Kampf ums essen. Sie war mit einer guten Freundin in den Supermarkt gegangen, weil die sie darum gebeten hatte und jetzt stand sie vor dem Schokoladen Regal. Nun ging das rechen los, „welche Schoki denn? Und überhaupt welche? Ja ich denke schon dann mache ich heute eine Schokoladendiät ( Monodiät-tage nur mit Schokolade)“. Damit war es klar sie kaufte ganze drei Tafeln Schokolade. Ihre Freundin schaute zwar komisch, „aber mein Gott du kannst es dir ja auch leisten, mit deiner tollen Figur Lynn. Wie ich dich beneide“. Diese Komplimente machten Lynn immer wieder Mut um weiter abzunehmen.

In der Schule hatte sie dann zwei der drei Tafeln verdrückt, die dritte wollte sie zum Abend essen aufheben. Es war Dienstag, da machte ihre Mutter nicht immer was zu essen, weil sie sich abends noch mit Freunden traf. So bestand Lynns Essensration für heute aus einem Kaffe, natürlich schwarz, 2 Litern Wasser und drei Tafeln Schokolade.

Nun da sie in ihrem Zimmer war und ungestört Musik hörte, ging sie an ihren Computer und machte die heile Pro- Ana Welt im Internet auf. Diese Welt beschäftigte sich damit, wie Untergewichtige noch dünner werden. Es war eine Art Essstörungs-Verherrlichung, aber sie tat Lynn gut und machte sie stark. Im Moment hörte sie ein Lied in der es auch um das Thema Magersucht ging. Auf einem Portal im Internet hatte sie sich einen Blog aufgemacht, ein Art Tagebuch in das sie alles hineinschrieb. Ihre Gefühle, Kalorien und Bilder von sich und anderen dünnen Mädchen, sogenannten Thinspirations. In dieser Welt fühlte Lynn sich verstanden, es gab dort andere Mädchen mit denen sie sich austauschen konnte und die Mädchen schrieben sich gegenseitig in ihre Gästebücher auf ihren Blogs. Das einzige was in dieser Welt ungeduldet ist, sind kritische Kommentare und Wannabe´s. Wannabe´s sind Mädchen die sich als essgestört bezeichnen, aber einen Übergewichts- BMI haben.

In dieser Internet- Parallelwelt haben sich ganze Foren und Blog-Sammlungen gefunden, man könnte einen ganzen Kommerz-zweig daraus machen, wenn es gesellschaftlich anerkannt währe. Heute sah Lynns Blogeintrag etwas schlichter aus als sonst. Es waren nur Kalorien- sowie Essensangaben darauf zu finden. Über ihre Gefühle wollte sie nicht schreiben, heute nicht, vielleicht morgen.

 

Donnerstag 4. Juni, 6.00 Uhr. Lynn hatte nicht geschlafen, der Wecker klingelte nicht. Ihre Eltern hatten den ganzen Tag und die ganze Nacht gestritten, es war unmöglich gewesen auch nur ein Auge zu zutun. Nun war es wieder soweit, ein paar Tage war „heile Welt“ gewesen, aber nun gingen die Streitigkeiten wieder von vorne los. Man hörte den Vater schreien, die Mutter dagegen schreien, etwas zerbrechen. Dann Stille.

Mal wieder ist ihre Mutter nach einem Besuch bei Freunden, gestern Abend zu spät nach hause gekommen und war total betrunken. Sie war mit dem Auto gefahren, was ihren Vater geärgert hatte. Außerdem waren alle Freundinnen nach hause gegangen, nur ihre Mutter ging noch einmal in die Kneipe, um weiter zu trinken. Für Außenstehende klingt das nach einem Alkoholproblem, vielleicht ist es das auch aber nur oberflächlich. Tief Innen gibt es noch viel mehr Probleme, bei denen der Alkohol nur eine Reaktion oder Konsequenz ist. Aber nach Lynns Einschätzung war ihre Mutter schuld.

Nun war es Still, der Vater war mal wieder vor Wut spazieren gegangen und die Mutter hatte sich von einem Freund oder Bruder abholen lassen. Es war das übliche Chaos, indem sie Lynn alleine ließen. Die wusste genau, dass sie sich jetzt fertig machen musste, aber sie wollte nicht. Sie hatte weder Lust auf die Waage zusteigen noch auf nur einen Blick in den Spiegel. Genau das war der zweite Faktor, der ihre Laune beeinflusste, die Stimmung zuhause. Schweren Herzens stand sie auf und zog sich etwas zum anziehen über. Kein Elan heute keine Motivation und ausgerechnet heute sollte eine Arbeit in der Schule anstehen. Lynn wusste genau wie sie diese verhauen würde, aber irgendwie war es ihr ja auch egal. Wie sollte es denn werden, selbst wenn sie es in die 13. Klasse und zu den Abiturprüfungen schaffen würde, wie sollte es weiter gehen? Sollte sie bei diesen Zuständen für ihre Prüfungen lernen? Ging das überhaupt?

Der Tag verlief trostlos, die Arbeit war versemmelt, gegessen hatte sie auch zu viel und dann beschwerte man sich auch noch über ihre schlechte Laune. Das war der Knackpunkt, es musste etwas geschehen. Als sie nach hause kam war niemand da. Sie ging auf die Toilette, machte den Deckel auf, schaute sich ihren Finger an und steckt ihn tief in den Rachen, bis alles draußen war und sie vor Tränen und Schmerzen neben der Toiletten ohnmächtig wurde.

Als sie aufwachte war alles beim alten. Sie stand vom Badezimmerboden auf, duschte sich und legte sich ins Bett. Zum Glück war morgen Freitag.

 

So eintönig die Tage unter der Woche auch waren, die Wochenenden waren es nie. Sobald die Schule freitags beendet war ging der schöne Teil der Woche los. Lynn kommt dann meist gegen 14.00 Uhr nach hause und setzt sich eine Stunde lang vor den Fernseher. „Wie immer ist nichts gescheites drin in der Glotze. Nur dumme Sendungen über dumme Leute. Null anspruchsvolles“. Genau deswegen macht sie den Fernseher auch wieder aus und geht zum anderen Medium in ihrem Zimmer, dem Computer. „Mal sehen was meine Freundinnen denn so in ihren Blogs schreiben.“ Die meisten Mädchen haben heute noch nicht gebloggt, das tun sie oft erst abends. „Hier ist auch nichts spannendes zu finden.“

Aus lauter Langeweile stellt Lynn sich auf die Waage, die heute morgen nur 45,00 Kg angezeigt hatte, genau das selbe wie zwei Tage zuvor. Jetzt waren es 200g mehr als heute morgen. Da ihre Laune sowieso am sinken war, tat diese Zahl ihr übriges und sie wurde zornig. Zornig auf sich, ihre Eltern, einfach auf die ganze Welt. „So als Strafe für die 200g und dafür das du dich mal wieder selbst hasst, wirst du jetzt joggen gehen, eine Stunde lang. Keine Minute weniger!“ Das tat sie immer um sich zu bestrafen, Sport das baute Aggression ab und verbrannte gleichzeitig Kalorien. Nachdem sie sich umgezogen hatte trat sie vor die Haustür. Dabei bemerkte sie zum ersten Mal am heutigen Tag das die Sonne schien und es warm war. Nun wie auch immer die 200g mussten runter, vielleicht auch noch etwas mehr. Also rennt Lynn los. Eigentlich läuft sie immer die selbe Strecke. Erst etwas am Bürgersteig entlang, um dann in den angrenzenden Wald zukommen. Dort lässt sie das friedliche Grün auf sich wirken und hört nebenbei mit ihrem Mp3- Player leise etwas Rockmusik. Dabei lässt sich immer besser laufen, weil es ein bisschen aggressiv macht. Nach 800 Metern ist sie aber schon fast wieder schlapp „wie immer ich kann nichts! Nach diesen paar Metern bin ich schon außer Puste. Aber ich will und muss, um schlank zu werden“. So quält sie sich weiter bis ihre Beine völlig versagen und sie fast zusammen bricht. Um sie herum verschwimmt das Grün, es ist eine einzige Masse. Die Bäume bewegen sich, sie kommen auf sie zu und jetzt sind sie weg. Schwarz.

Lynn liegt bewusstlos auf dem Boden im Wald. Umringt von Moos und Laub. Über ihr fliegen die Vögel und singen fröhlich ihre Lieder. Genau von diesen Liedern wird Lynn wieder in das hier und jetzt zurück geholt. Etwas verwundert warum sie am Boden liegt, rappelt sie sich auf. „Bin ich mal wieder ohnmächtig geworden.“ Für sie gehört das fast zu Tagesordnung. „ Vielleicht sollte ich deswegen mal zum Arzt gehen? Nein der würde mich nur sinnlos untersuchen und nichts finden. Mir geht es ja gut, ich fühle mich wunderbar.“ Dabei merkt das ausgezehrte Mädchen nicht wie sehr sie sich das gute Gefühl nur einredet. Als sie auf die Uhr schaut ist es schon sechs. Um acht wollten doch Freunde kommen. Solange hatte sie hier gelegen, theoretisch hätte sie dort verkümmern können und keiner hätte es bemerkt.

Mit einem riesen Spurt sprintet Lynn zurück nach hause. Völlig aus der Puste erwartet sie die Mutter an der Tür. „ Wo warst du so lange, ich habe mir Sorgen gemacht! Wir wollten doch weg fahren, Papa und ich, aber du warst nicht da und hattest keinen schlüssel mit. Jetzt kommen wir zu spät zu dem Geburtstag von Tante Tessa. Eigentlich wollte ich ja auch das du mitkommst aber nein du musst ja was mit deinen Freundinnen machen. Es gibt dort doch so leckeren Kuchen“. Bei diesem Wort „Kuchen“ wurde Lynn schon wieder ganz schlecht und schwindelig. „Ja Mama es tut mir leid, ich muss mich aber jetzt fertig machen und ihr müsst ja auch los“. Etwas schwach und torkeln wackelt Lynn ins Haus und stellte sich erst mal unter die Dusche. Durch das rauschen des Wasser bemerkte sie nicht was ihre Eltern im Wohnzimmer beredeten. „Ich finde sie sieht krank aus, so blass. Außerdem wer geht denn schon zwei Stunden am Tag joggen. Das ist doch krank“. Echofiert sich die Mutter. „Ach, wir machen es ihr doch nicht einfach, lass sie doch. Wir können froh sein eine solche Tochter zu haben, die mit unseren Problemen so gut klar kommt. Außerdem müssen wir jetzt los. Komm!“

Nachdem Streit gestern war nun wieder heile Welt zu hause, vor allem weil es zu einem Geburtstag geht, da muss der Rest der Familie ja nicht wissen das in den eigenen vier Wänden nur Stress herrscht.

Lynn hört von all dem nur die Haustür im Schloss knacken.

Da steigt ein dürres, fast zerbrechliches, sehr blasses Mädchen von 17 Jahren aus der Dusche. Die Hüftknochen stechen hervor und man könnte sich blaue Flecken daran hohlen. Die Beine berühren sich nicht und die dickste Stelle daran sind die Kniescheiben. Betrachtet man dann den Bauch, so ist er eingefallen und der Blick wird sofort auf die hervorstechenden Rippen gelenkt. Weibliche Rundungen sind keine mehr vorhanden, zumindest keine nennenswerten. Ihre Brust ist fast verkümmert.

Doch von diesen Gedanken eines normalen Menschen, ohne verzehrte Wahrnehmung, ist Lynn noch weit entfernt. Sie findet sich immer noch zu fett und kneift zwischen den Fingern imaginäre Fettpölsterchen hin und her.

Eine halbe Stunde hatte sie gebraucht um sich die Klamotten heraus zu suchen für heute Abend. Am ende trug sie eine top moderne Röhren-Jeans, die ihre dürren Beine gut zur Geltung brachten. Darüber ein T-Shirt mit lustigen Print. Die langen braunen Haare hatte sie mindestens 200- mal gebürstet und nun war die blaue Bürste ihrer Mutter voller brauner Haarbüschel, alle von ihr.

Endlich klingelt es an der Tür und ihre besten Freundinnen kamen herein um einen Mädelsabend zu veranstalten. Alle drei hatten Tüten voller Chips, Cola und Eiscreme dabei. Lynn wurde schon ganz komisch. Im Kopf begann es zu arbeiten ob sie essen darf oder nicht, sie hatte vergessen sich nach dem Duschen zu wiegen. Die Mädchen machen es sich auf dem quietsch roten Sofa bequem und eine steckte den Film „Ice Age“ in den DVD- Player. Lynn setzt sich dazu, mit einem Glass Wasser in der Hand. „Lynn was trinkst du denn da? Wir haben doch Cola gekauft und noch was ganz tolles!“ Mit strahlenden Augen, bewegt sich Nina auf ihren Rucksack zu. Heraus zieht sie eine knall gelbe Flasche mit dem Aufdruck „spritziges Vergnügen“. Lynn bemerkt sofort am Lachen von Angelika und Kathrin, dass es sich um Alkohol handelt. „Scheiße! Alk das hemmt die Fettverbrennung“, ist ihr erster Gedanke. „ Hey Leute muss es denn immer Alk sein, man kann doch auch so Spaß haben! Und meine Eltern finden das bestimmt nicht so toll.“ Versucht Lynn das Unheil abzuwenden. „Ach quatsch, die merken ja nix, wenn die kommen ist alles vorbei! Und Klar ohne Prozente geht auch, aber mit ist doch lustiger!“ Nun beginnt man die Flasche rund zu reichen und schließlich landet sie auch bei Lynn. „ich weiß nicht, ich finde das nicht gut außerdem mag ich gar keinen Alkohol.“ Aber so wie es bei Jugendlichen üblich ist wird auf das Mädchen eingeredet und am ende probiert sie zumindest. Da man den Alkohol auch nicht schmeckt und er schon beim ersten Schluck enthemmt, hört Lynn auf sich Gedanken zu machen und trinkt fröhlich mit. Wie so oft endet das in einem Besäufnis. Wenn Lynn trinkt dann viel, ein Psychologe würde sagen sie verarbeitet den Stress zu hause mit Alkohol und Abmagerung.

 

Sonntags nach dem Saufgelage, brummt Lynn immer noch der Schädel und natürlich, was sonst, hatte sie zugenommen. Es war zwar nicht viel aber genug um den Selbsthass in sich aufsteigen zu lassen, genug das Ana wieder sprach. Ihre Eltern hatten zum Glück nichts gemerkt und so schwor sie sich nie wieder Alkohol zu trinken. Ob sie das halten konnte?

 

 

3.      Kapitel: Familienleben

 

Dienstag 9. Juni, Sportstunde, 44.8 Kg wiegt Lynn nun. Es fällt ihr zunehmend schwerer sich auf den Beinen zu halten, und heute müssen sie in Sport auch noch tanzen. Nicht nur das es anstrengend ist, sie hast es auch zu tanzen. Hip Hop steht auf dem Stundenplan heute. „Beginnen wir mit den einfachen Schritten“, leitet der Lehrer die Stunde ein. Nun dröhnt auch schon der Hip Hop Beat los, irgendwas von den Black Eye Peas, was ja mal gar nicht Lynns Fall ist. Sie steht eher auf Rock, Metal oder sowas in der Art, aber Hip Hop. Die Koordination ist heute auch nicht super, die Konzentration fehlt einfach, nachdem sie bisher nur einen fettarmen Joghurt gegessen hat, ist das auch kein Wunder. „ Aber es verbrennt Kalorien, immer schön weiter machen. Ich muss funktionieren und gut sein, eine drei in Sport das sieht nichts aus“, das und andere Motivationen sagt sie leise vor sich hin, immer wieder so, dass sie gar nicht bemerkt, dass die Musik verstummt ist. „Lynn, hören Sie mich?“, reißt es sie aus dem Gedanken. „Lynn die Musik ist aus, sie können aufhören zu tanzen. Wir machen heute früher Schluss“, erklärte sich der Lehrer. Ihr ist es total peinlich, das nur sie weiter getanzt hat und alle anderen sehen konnten wie unperfekt sie das gemacht hatte. Lynn würde gerade gerne einfach schweben, davon schweben wie eine Feder. Federleicht in den Himmel.

Nachdem diese Peinlichkeit ihre gute Laune vom morgen getrübt hatte, muss sie nun in die Höhle des Löwen, nach hause. Irgendwie hatte sie es im Gefühl das es heute Ärger gab, in welcher Art auch immer.

Dieses Gefühl hatte sich wie so oft bestätigt. Kaum zu hause angekommen, wollten sofort alle etwas von ihr. „Lynn Schatz, machst du die Wäsche ab, Lynn kannst du mir helfen ich muss das kopieren, Lynn…Lynn..Lynn!!!“ Das Mädchen war nicht mehr aufnahmefähig und dazu noch gereizt „NEIN!!! Ich habe jetzt keinen Bock“. Mit diesen Worten verlässt sie den Flur und geht in ihr Zimmer um erst einmal Musik anzumachen. Doch die Mutter lässt es dazu erst gar nicht kommen „Hey, was war denn das? In so einem Ton schon mal gar nicht!!!“. „Ach ja du bist doch schuld an allem, an meiner schlechten Laune, der scheiß Familie etc.“ Nun war es genug, die Mutter beginnt zu toben, dass das ja nicht sein könne, dass sie sich sowas von ihrem Kind bieten lassen muss. Und das Resultat war das sich nun ihre Eltern in die Haare bekamen, wegen ihr, Lynn der dummen Kuh, Lynn der Versagerin.

Draußen tobten die Eltern, stunden lang, mal wieder. Doch plötzlich war es Still. Ihre Mutter hatte wieder einmal fluchtartig das Haus verlassen und war zu bekannten geflohen. Der Vater, jetzt noch mehr in Rage, betritt Lynns Zimmer. „Da siehst du mal wie deine „Frau Mutter“ ist“, sagt er in einem bitteren Ton. Lynns Gedanken überschlagen sich „nein jetzt fängt er wieder mit mir an“, Flaschenscherben fliegen durch die Luft. „Bitte geh, geh einfach, ich will nicht mehr, ich mag jetzt alleine sein.“ Das ist alles was das Mädchen mit den dürren Ärmchen noch denken kann. Und als ob es ein Engel gehört hätte „ich gehe raus, ich verlasse dieses Haus. Ich tue nichts mehr, ihr könnt alle verrecken!!!“ rumort ihr Vater im Wohnzimmer. Er tobt durchs Haus und packt eine Tasche mit Kleidung, Essen und wichtigen Papieren, kritzelt schnell etwas auf ein Stück Papier und legt es seiner Tochter hin.

„ Liebe Lynn, mein kleines Schätzchen,

ich hoffe du machst ein gutes Abitur und lebst mir deiner Mutter glücklich und zufrieden in diesem Haus, das ich bezahlt habe.

In Liebe dein Papa“

Es klingt fast wie ein Abschied, aber sie hat das schon oft erlebt, spätestens heute Abend oder morgen kommen sie wieder, meistens Beide.

Es ist 22.00 Uhr und immer ist noch keiner zu hause, Lynn muss bald ins Bett. Doch schlafen könnte sie eh nicht, zu viel Angst das Jemand kommt während sie schläft. So schaut sie Fernsehen, eine Doku, Nachrichten und Horrorfilme. Irgendwann schläft sie darüber ein, den Wecker hatte sie nicht gestellt.

 

Eine Woche nachdem die Eltern sie alleine gelassen hatten war immer noch niemand zurück gekehrt. Mittwochs, am morgen danach, hatte sie verschlafen und aus Angst vor Ärger in der Schule eine Entschuldigung gefälscht. Sowas war eigentlich nicht ihre Art, aber es musste sein. Nun machte sie den Haushalt alleine. Lynn stand morgens auf und frühstückte nicht, kam abends nach hause und aß nicht. Machte ihre Aufgaben, wusch die Wäsche und ordnete den Haushalt.

 Dann, die Tür ging plötzlich auf. Ihr Vater kam herein, müde und zerzaust.

Eigentlich sollte sie sich freuen, dass sie nicht mehr alleine war, aber die Woche ohne Kontrolle und Streit hatten ihr gut getan, sie hatte Kraft getankt und wog jetzt 44.5 Kg.

„Hallo meine Kleine, ich war weg, jetzt bin ich wieder da, wir bauen uns ein Leben ohne deine Mutter auf.“ Sagt er. „hm“, mehr konnte Lynn nicht sagen und sie hätte auch nicht gewusst was.

Zweit Tage nachdem dieses Chaos seinen Lauf genommen hatte, kam auch die Mutter wieder, es war ein Donnerstag. Die Eltern sprachen sich wie so oft in einem Café aus und es war wieder heile Welt. Lynn ging zur Schule, nahm ab und weigerte sich zu essen. Dann gab es Streit um sie oder um andere Sachen, die Eltern gingen wieder ihrer Wege, Lynn war wieder alleine. Ihre Erziehungsberechtigten kamen wieder und das ganze nahm seinen erneuten Verlauf. Genau so ging es seit zwei Jahren.

War es da ein Wunder das dieses Mädchen psychische Störungen hatte. Lynn wollte durch das nicht- essen Aufmerksamkeit und es gab ihr Kontrolle. Wenn sie schon nicht kontrollieren konnte was ihre Eltern taten, so doch zumindest das, was sie ihrem Körper zumutete. Daneben hatte sie starke Stimmungsschwankungen, die in hoher Aggressivität mündeten. Diese Aggressivität wendete sich selten gegen andere, meistens gegen sich selbst. Sie schnitt sich oder trieb ununterbrochen Sport, erlaubte sich gar nicht zu essen.

Als Lynn Tage nach dem Ganzen in ihrem warmen Bett liegt, im Moment war ihr ständig kalt, dachte sie über alles noch einmal nach. „Wie soll das denn alles weiter gehen? Ich war ja mal bei einer Lehrerin, Vertrauenslehrerin nennt sich die. Gemacht hat die nix außer das ich zu einer Drogenberatungsstelle gehen soll, wegen meiner Mutter. Aber das ist doch nicht die Lösung der Probleme. Oder doch?“ All solche Gedanken oder auch nur Fragmente davon gingen ihr durch den Kopf. Es war abends schon fast ein Ritual sich über sowas den Kopf zu zerbrechen. Natürlich bliebt das auch nicht ohne Folgen, Schlafprobleme waren an der Tages- bzw. Nachtordnung, ihre Träume drehten sich darum das sie die Schule nicht schaffte oder Jemand sie alleine lies. Einer davon kam öfters wieder.

Ein blasses dürres Mädchen steht in ihrem mit Kuscheltieren überdeckten Zimmer. Ihr Vater steht an der Tür und sagt „das er jetzt gehe, für immer“. Das Mädchen ist außer sich, sie weint und kauert am Boden, ihr Vater verlässt das Haus, die Tür fällt zu.

Dann springt der Traum auf in eine andere Situation über.

  Das gleiche Mädchen sitzt in einem Klassenzimmer einer Berufsschule und sie hat gerade Mathe. Alle lachen nachdem sie eine Arbeit zurück bekommen haben, nur das Mädchen lacht nicht, sie hatte eine 6 und damit nicht bestanden. Alle lachen sie aus wie dumm sie sei. Von dem Gymnasium auf eine Berufsbildende Schule, wie schlecht. Sie fühlt sich elend und dumm.

Genau an dieser Stelle wacht Lynn normalerweise auf. Man kann an den Träumen erkennen wie sehr sie das alles belastet, die schlechten Noten in der Schule und das elende Thema zu hause.

 

 

15. Juni, Lynn kommt nach hause und ihre Eltern streiten. Da das Mädchen jetzt drei Tage frei hat, bekommt sie bei dem Gedanken an drei Tage Stress zu hause Panik. Sie tut aber nichts, was denn auch?

Lynn geht ohne ein Wort in ihr Zimmer und setzt sich vor den PC der heilen Welt im Internet. Dort wird erst einmal der Internetexplorer geöffnet und sich bei ihrem Online- Tagebuch eingeloggt. Heute hat sie Lust über ihre Gefühle zu schreiben:

Dear Diary,

 heute ist ein scheiß Tag meine Eltern streiten sich ma wieder, alles doof eben. Du musst herhalten um mich abzulenken du un all meine Freundinnen bei pro ana. Mit dem essen war`s okey heute nur einen Apfel und nen Döner, aber hab verdammten hunger!! Darf aber nix essen, brauche den hunger jetzt er beruhigt mich beim Streit der dummen da draußen. Hab Lust mich zu besaufen, währe aber nicht gut ich weiß, deswegn lass` ichs.

Jetzt belast ich euch nicht länger bis dann...

Edit: hatte nen FA (Fressanfall)

Lg eure Thinny ( so ihr Nickname: engl. Thin- dünn, thinny- dünne )

 

 

Nach diesem Eintrag fühlt sie sich schon etwas besser, irgendwie freier. Doch leider hat sie in ihrem emotionalen Eifer des Schreibens nicht mit bekommen das ihre Mutter mal wieder abgehauen ist und ihr Vater eine Flasche Wodka gelehrt hat und nun auf dem Sofa liegt. Dort schläft er friedlich und ruhig. Lynn ist das angenehm, nun ist endlich ruhe.

Lynns Mutter die etwas cholerisch und dramaturgisch veranlagt ist, hat um sich aus der Affaire zu ziehen die Polizei bzw. den Krankenwagen angerufen mit der Aussage „ihr Mann wolle sich umbringen“. Mit dieser Drohung hat das Beamtentum nicht lange gewartet und eine Streife losgeschickt. „Krrrrrrrrrrrr“ macht die Klingel des Hauses. Lynn watschelt etwas müde an die Tür, denn sie war gerade dabei einzunicken. „ Was denn los? Und wieso Polizei und Eskorte???“, gibt sie zu bedenken. Die Streife drückt sich an ihr vorbei ins Haus, ohne auf sie einzugehen. Der Vater wird unsanft geweckt und weiß gar nicht wie ihm geschieht. „Nun Herr Antonius, wir nehmen sie mal mit in die Psychiatrie nach Hannover. Alles wird gut.“

Eigentlich hat ihr Vater Angst vor so etwas, aber er ist ein kluger Mann und weiß, würde er sich jetzt wehren, ginge das ganze nur schmerzhalft für ihn aus. So folgt er den Männchen in Grün aus der Tür in den Wagen.

Seine Tochter ist immer noch verdutzt. Nicht zu fassen was ihre Mutter wieder treibt. Sie ist sauer und würde am liebsten...alles tun. Lynn wäre zu allem bereit. „Mein lieber Papa im Psychohaus, diese Frau ist der der Wahnsinn.“

„hey Lynn Schatz, wir müssen dem Papa jetzt helfen, komm` wir packen ihm ein paar Sachen“, kommt ihre Mutter auf sie zu. Lynn ganz überrascht tut was ihr gesagt, ganz stumm und gefühllos. So langsam spürt sie nichts mehr.

Beide sitzen nun im Auto und fahren in die Klinik. Dort empfängt sie ein netter Doktor und bespricht mit ihnen das geschehen ist. „Hören sie, ich denke ihr Mann ist vollkommen bei Sinnen und er weißt keine Suizidalität auf. Über Nacht lassen wir ihn da, aber dann müssen wir ihn wieder gehen lassen“ gibt der Mann in weiß zu bedenken. „Hm ja hören sie, er ist wie soll ich sagen.. .“ „Ich werde mich der Sache annehmen Frau Antonius. Und du wie geht es dir ?“ „Mir?“ wird die Kleine aus den Gedanken gerissen „ganz okey, alles gut, ich funktionie…ähhmm ich meine ich komm` damit klar.“ Beinahe hätte sie sich verraten, sowas darf nicht passieren, niemals es ist ihr Geheimnis, ihr und ANA. Nach diesem Patientengespräch, fahren beide,  Mutter und Kind, wieder nach hause, als sei nie etwas gewesen.

 

 

4.       Kapitel:

 

 

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